AGDF Fachgespräch "Umgang mit extremen Rechten"

  Die Anmeldung zu dieser Veranstaltung ist abgeschlossen

AGDF-Fachgespräch "Abgrenzen? Verstehen? Bekämpfen?

Zum Umgang mit Menschen und Ideologien aus der extremen Rechten und ihrem Umfeld“

9./10. Mai 2025 in Hannover

 Liebe Freund*innen,

wir möchten Euch hiermit herzlich einladen zum AGDF-Fachgespräch „Abgrenzen? Verstehen? Bekämpfen?

Zum Umgang mit Menschen und Ideologien aus der extremen Rechten und ihrem Umfeld“

am 9./10. Mai im Hanns-Lilje-Haus, Knochenhauerstraße 33, 30159 Hannover, Tel.: 0511-1241 698, info@hanns-lilje-haus.de.

Das Tagungshaus liegt in der Nähe der Marktkirche und ist fußläufig von Hannover Hbf in 10-15 Minuten erreichbar.

Zum Charakter:

Die regelmäßigen Fachgespräche mit ca. 20 Teilnehmenden bieten eine Mischung von Impulsen aus praxisnaher Theorie und einem intensiven Erfahrungsaustausch zwischen Aktiven, die in ihrer Praxis mit ähnlichen Fragen und Problemen konfrontiert sind. Eingeladen sind Haupt- und Ehrenamtliche, die in der Friedensarbeit bei Mitgliedern der AGDF aktiv sind.

Zum Fachgespräch 2025

Das Thema ist brandaktuell:

Zum einen gewinnt die rechtsextremistische Szene an Einfluss: Die AfD rückt immer weiter nach rechts und hat dennoch eine große Wähler*innenschaft, die Grenzen zu Rechtsextremen verwischen. Die rechtsextreme Szene und ihr vielfältiges Umfeld aus Reichsbürger*innen, Verschwörungsanhänger*innen u.a. bildet verschiedene Koalitionen (Stichwort „Querfront“). Die Gewaltbereitschaft steigt. Es gibt aktive Unterwanderungsversuche von Polizei und Bundeswehr. Das geheime Treffen zu „Remigrationsstrategien“ hat viele aufgeweckt und vielerorts zu Demonstrationen für Demokratie und „gegen Rechts“ geführt.

Zum zweiten verschwimmen Grenzen in der friedenspolitischen Szene: Bei den sog. „Montagsdemonstrationen“ wird gegen den Krieg in der Ukraine demonstriert und werden „Schwerter zu Pflugscharen“-Transparente mitgeführt. Das „Bündnis Sahra Wagenknecht“ will Anträge der AfD unterstützen, die beispielsweise die Bundeswehr kritisieren, Überschneidungen gibt es beim relativ positiven Bild auf die russische Politik. Die Kampagne gegen den US-Stützpunkt in Ramstein arbeitet mit Rechtsextremist*innen zusammen. Der Umgang mit der COVID-19-Pandemie hat gezeigt, dass Verschwörungstheorien auch im Umfeld unserer Organisationen Anhänger*innen hat.

Im Rahmen des Fachgesprächs geht es zunächst darum, Rechtsextremismus und rechtsextremistische Strategien besser zu verstehen und mit Fragen wie diesen auseinanderzusetzen: Warum erscheinen ihre Argumente vielen Menschen so attraktiv? Wie groß ist ihr Einfluss und die Gefahr, dass sie den politischen Diskurs dominieren und demokratische Institutionen für ihre Anliegen instrumentalisieren? Danach wird es darum gehen, wie Mitgliedsorganisationen auf verschiedenen Ebenen auf rechtsextremistischen Einfluss reagieren: Zwischen Abgrenzung und Prozesse des Verstehens ohne Zusammenarbeit? Information, Sensibilisierung und Trainings in der Bildungsarbeit. Was können gewaltfreie Strategien gegen eine rechte „Machtergreifung“ - sei es auf legalem Weg oder mit illegalen Methoden - sein? Dabei wollen wir voneinander lernen und uns gegenseitig unterstützen. Zum Schluss geht es um die Frage, welche Bedeutung das Thema zukünftig für die AGDF haben soll.

Auf dem Programm stehen:

  • Vorträge
  • Berichte aus der Arbeit
  • Diskussionen

Für die Vorbereitung empfehlen wir:

Die letzte „Mitte-Studie“ der Friedrich-Ebert-Stiftung: https://www.fes.de/referat-demokratie-gesellschaft-und-innovation/gegen-rechtsextremismus/mitte-studie-2023 /

Das Dossier „Rechtsextremismus“ der Bundeszentrale für politische Bildung, bei dem es auch zur „neuen Rechte“ geht: https://www.bpb.de/themen/rechtsextremismus/dossier-rechtsextremismus/ ,

Die Teilnahme am Fachgespräch ist unentgeltlich. Die Kosten für die Unterkunft übernimmt für Teilnehmende ihrer Mitgliedsorganisationen die AGDF. Kosten für Reise und Transfer von und zum Tagungsort müssen grundsätzlich selbst getragen werden. Im Bedarfsfall können Reisekosten erstattet werden. Bitte kommt in diesen Fällen auf die Geschäftsstelle zu.

Neu: Die Anmeldung erfolgt online über einen Link, den wir mit dieser Einladung per Email versendet haben. Die verbindliche Anmeldung bitten wir bis zum 20.02.2025 dort vorzunehmen, da bei der Stornierung von Unterkünften evtl. Ausfallgelder zu zahlen sind. Im Falle von Absagen oder des Nichterscheinens müssen wir etwaige Stornogebühren der Übernachtungsstätte weiter berechnen. Wichtig ist die Anmeldung auch für die Planung der Mahlzeiten, bitte genau angeben, an welchen Mahlzeiten Sie/ ihr teilnehmen möchten /möchtet.

Wir freuen uns auf Ihr/Euer Kommen und eine rege Teilnahme!

Für das Vorbereitungsteam
Maik Bischoff, Helmut Brinkmann-Kliesch, Ullrich Hahn, Dr. Lotta Mayer, Jochen Neumann, Jan Gildemeister

Anlagen:
Programm                    

 

Programm

9. Mai, Beginn: 13.00 Uhr

13.00 Uhr Mittagessen

14.00 Uhr Beginn, Begrüßung, Einführung, Ankommensrunde

14.30 Uhr Einführungsvortrag von Dr. Lotta Mayer, FEST - Forschungsstätte der Ev. Studienstiftung / Universität Heidelberg, zu „Die extreme Rechte: Aktionsfelder, Strategien und Akteure“

15.15 Uhr Impulsvortrag von Dr. Larissa Meier, Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung, Universität Bielefeld (angefragt) zu „Attraktivität rechter Ideologien für Friedensbewegte/sozial Engagierte“

 

16.00 Uhr Pause

16.30 Uhr Praxisberichte (Teil 1)

  • Umgang mit dem Umfeld der Organisationen (Elvin Hülser?)
  • Umgang mit rechtsextremen Strategien (Soziale Verteidigung)
  • Aufarbeitung der Corona-Zeit (intern) / Umgang mit Verletzungen, Triggerpunkten (Versöhnungsprozesse)
  • Argumentationstraining: vorstellen, was passiert dort (Aufbau), Materialien teilen (Maik / KURVE)
  • Wie reagieren wir auf die Querdenker*innen-Szene?
  • Bündnisstrategien: (FK Halle: bürgerlich, allparteilich)
  • Bildungsarbeit (bspw. Umgang mit „rechten Äußerungen“, Dialogräume schaffen)

 

18.30 Uhr Abendessen

19.30 Uhr

anschließend gemütliches Beisammensein

 

10. Mai, Ende 14.00 Uhr

09.00 Uhr Auftakt

09.15 Uhr Morgenimpuls

09.30 Uhr Reste von gestern: Runde mit der Frage, welche Themen von gestern für heute relevant sind.

09.45 Uhr Praxisberichte (Teil 2)

11.45 Uhr Pause

12.00 Uhr Abschlussplenum: Handlungsansätze + Prioritäten für die Zukunft

12.45 Uhr Feedbackrunde

13.00 Uhr Mittagessen

 

Wann
09.05.2025 13:00 bis 10.05.2025 13:00
Ort
Hanns-Lilje-Haus
Knochenhauerstr. 33
30159 Hannover
Deutschland
Kontakt
Telefon: +49 (0) 511-1241-698