No. 1 – Juni 2026

„Nicht jene, die streiten, sind zu fürchten, sondern jene, die ausweichen.“ (Marie von Ebner-Eschenbach)

Neuigkeiten aus dem Bundesnetzwerk Konfliktbearbeitung
Stadt Hagen – Konflikte im Blick

Die Stadt Hagen baut ein innovatives, verwaltungsinternes Konfliktmanagement auf. Dabei geht es nicht nur darum, Konflikte in der Verwaltung zu bearbeiten. Im Mittelpunkt steht ein konfliktsensibler Blick auf das eigene Verwaltungshandeln.

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Netzfeuerwehr – 112 fürs Internet

Hass, Desinformation und koordinierte Angriffe aus dem Internet treffen Gruppen, Vereine und Mitglieder oft unvermittelt und mit großer Wucht. Was tun, damit sich Empörung im Netz nicht zu Konflikten ausweitet oder Shitstorms auslöst?

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ConflictA – Stellungnahme zum Umbau von „Demokratie leben!“

Das Bundesfamilienministerium möchte mit dem Umbau von „Demokratie leben!“ vermehrt die Breite der Gesellschaft erreichen und bestehende Regelstrukturen stärken. Ein wichtiges Ziel, es bleiben aber Fragen und Sorgen.

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Demokratie unter Polizeischutz

Der Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V.“ (GVFD) kooperiert mit verschiedenen Landespolizeien in Deutschland für ein demokratisches Miteinander in der Gesellschaft. 

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Streiten lernen in der Virtual Reality

Der Verein CRISP aus Berlin entwickelt mit dem Konfliktsimulator eine innovative Form der Weiterbildung für pädagogische Fachkräfte. Das Training bietet einen sicheren Lernort in der virtuellen Realität. 

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Austausch zum Umgang mit Rechtsextremismus

Rund 15 Teilnehmende aus Forschung, Praxis und Kommunen nahmen an Online-Austauschen im Bundesnetzwerk Konfliktbearbeitung zu Rechtsextremismus und Konfliktbearbeitung teil. 

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Aus dem Kooperationsverbund Demokratische Konfliktbearbeitung
 
Bundesweite Beratung zu Konfliktbearbeitung ist online 

Die sieben Träger im Kooperationsverbund Demokratische Konfliktbearbeitung haben eine digitale Anlaufstelle für Ratsuchende in Sachen konstruktiver Konfliktbearbeitung eröffnet. Sie beraten damit bundesweit zu einem breiten Angebot für Impulse, Moderation, Weiterbildung und Begleitung in gesellschaftlichen Konflikten.

Die digitale Anlaufstelle sollte im Rahmen des Kooperationsverbunds der Auftakt für eine umfängliche Anlaufstelle für Beratung sein, die sukzessive ausgebaut wird und den Verweis auf weitere Träger, auch aus dem Bundesnetzwerk Konfliktbearbeitung, umfasst. Ob dies weiter möglich sein wird, hängt an zukünftigen Förderungen.

Die Beratung ist per E-Mail (beratung@demokratische-konfliktbearbeitung.de) erreichbar und über die entsprechende Webseite:

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Online-Fachdiskussion: Wirkung der Demokratischen Konfliktbearbeitung, 01.07.2026 von 13:00 bis 14:30 Uhr

Wie lässt sich die Wirkung Demokratischer Konfliktbearbeitung sichtbar machen? Und wo beginnt man, wenn man sich als Organisation, Projekt oder Fachakteur:in erstmals systematisch mit Wirkung beschäftigen möchte? Die erste Veranstaltung einer neuen Reihe bietet einen verständlichen Einstieg in wirkungsorientiertes Arbeiten und lädt zum Austausch darüber ein, wie Wirkung in der Konfliktbearbeitung greifbarer werden kann. Die Veranstaltungsreihe ist ein Angebot der Facharbeitsgemeinschaft Wirkung im Kooperationsverbund Demokratische Konfliktbearbeitung. 

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Neue Publikationen aus Bundesnetzwerk und Kooperationsverbund

Steckbrief: Bundesnetzwerk Konfliktbearbeitung & EIRENE e. V.: „So geht Konfliktbearbeitung in...NEUWIED“ 

Der Steckbrief „So geht Konfliktbearbeitung in...NEUWIED" ist der erste einer neuen Steckbrief-Reihe „So geht Konfliktbearbeitung" des Bundesnetzwerks Konfliktbearbeitung. Die Briefchen erklären kurz und knapp, wie Konfliktbearbeitung konkret wirkt. In Neuwied leben beispielsweise Geflüchtete aus Syrien Tür an Tür mit „Alteingesessenen“. Es gibt kaum Möglichkeiten für Kontakt. Die „Starken Nachbar:innen“ von EIRENE e. V. bauen zwischen den Menschen Brücken auf und Vorurteile ab. Eine wichtige Rolle spielt dabei umsichtige Konfliktbearbeitung.

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Artikel: K. Großmann, C. Hedtke und K. Kullmann, FH Erfurt: „Austeritätspolitik und Peripherisierung als kollektive Verletzungserfahrung: Der Nährboden rechter Mobilisierung.“

Der Artikel erschien im Mai in dem Buch „Krisen ländlicher Räume. Ursachen und Folgen von Austeritätspolitik in Kommunen.“ (Seiten 221-235). Autor:innen sind Katrin Großmann, Christoph Hedtke und Katharina Kullmann von der Fachhochschule Erfurt. Der Sammelband ist offen zugänglich.

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Artikel: Fachstelle Demokratische Konfliktbearbeitung, Stiftung SPI: Blitzlichter Konfliktbearbeitung

Im Format „Blitzlicht Konfliktbearbeitung“ kommen Akteur:innen der Fachstelle Demokratische Konfliktbearbeitung der Stiftung SPI ins Gespräch mit Kommunen, die sich auf den Weg gemacht haben, ein kommunales Konfliktmanagement zu etablieren. Es wird auf Erfahrungen in der Praxis geschaut, auf Lernprozesse und Visionen für die Konfliktbearbeitung vor Ort. Es folgen drei Ausgaben des Blitzlichts:

Blitzlicht Konfliktbearbeitung Nürnberg: „Verrtrauensaufbau und Überzeugungsarbeit: Nürnbergs kommunales Konfliktmanagement." Im Gespräch mit Martina Mittenhuber, Leiterin der Stabsstelle Menschenrechtsbüro & Gleichstellungsstelle der Stadt Nürnberg.

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Blitzlicht Konfliktbearbeitung Freiburg im Breisgau: „Communities im Diskurs stärken: Freiburgs strategischer Umgang mit Konflikten." Im Gespräch mit Hans Steiner, stellvertretende Amtsleitung im Amt für Migration und Integration der Stadt Freiburg im Breisgau.

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Blitzlicht Konfliktbearbeitung Greifswald:„Greifswald setzt auf konfliktsensibles Verwaltungshandeln." Im Gespräch mit Marvin Medau, Beauftragter für Bürgerbeteiligung und Prävention der Universitäts- und Hansestadt Greifswald.

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Artikel: „Vom Wert der Transdisziplinarität in der Friedens- und Konfliktforschung“, Prof. Christoph Weller, Universität Augsburg

Transdisziplinäre Perspektiven und deren praktische Umsetzung in der Friedens- und Konfliktforschung eröffnet Christoph Weller mit seinem Beitrag „Ernsthaft praxisorientiert: Vom Wert der Transdisziplinarität in der Friedens- und Konfliktforschung“, erschienen in der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift „Wissenschaft und Frieden“ (2/2026).

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Beitrag: „Gesellschaftlicher Frieden“, Prof. Christoph Weller, Universität Augsburg, in „Handbuch Frieden“, Springer VS 2026, Wiesbaden, 3. Auflage

Das „Handbuch Frieden“ beinhaltet das aktuelle Wissen zu Frieden, Friedenspolitik und zur Friedens- und Konfliktforschung und ist erschienen bei Springer VS als eBook (ISBN 978-3-658-49644-9) und Hardcover (ISBN 978-3-658-49643-2). Mit dabei ist ein Beitrag von Prof. Christoph Weller von der Universität Augsburg: „Gesellschaftlicher Frieden".

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Bericht: Pro Peace und Prof. Christoph Weller (Hrsg.): Forschungsbericht zu Wirkungen Kommunaler Konfliktberatung veröffentlicht

Das Projekt „Partizipative Konfliktforschung zu den Wirkungen Kommunaler Konfliktberatung“ (PaWiKo) wurde erfolgreich abgeschlossen. Zentrale Erkenntnisse des zweijährigen, transdisziplinären Forschungsprojekts wurden nun in einem Forschungsbericht veröffentlicht.

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Weiterbildungsangebote aus Bundesnetzwerk und Kooperationsverbund

Workshop-Reihe: „Diversität gewaltfrei leben“ – gewaltfrei handeln e. V.

Vier eigenständige Online-Abende beschäftigen sich mit grundlegenden Aspekten des Themenfelds, z.B. unserem kolonialen Erbe, Sprache und Diskriminierung und dem Sich-Verbünden. Ein Präsenzseminar bietet Raum zur Reflexion der eigenen Positionierung und individuellen Handlungsmöglichkeiten. Drei Veranstaltungen der Reihe sind noch buchbar. Veranstalter ist gewaltfrei handeln e. V.

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Bildungsurlaub: Gewaltfreie Kommunikation in herausfordernden Zeiten – Evangelische Akademie Hofgeismar und gewaltfrei handeln e. V. 

In diesem Bildungsurlaub beschäftigen sich die Teilnehmenden vom 26. bis zum 30. Oktober 2026 intensiv mit der Haltung und der Methode der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg. Die Anerkennung der Veranstaltung als Bildungsurlaub in Hessen, Niedersachsen und Berlin ist beantragt.

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Grundkurs: „Konflikte als Chance" – gewaltfrei handeln e. V.

In diesem berufsbegleitenden Grundkurs „Konflikte als Chance“ werden die Grundlagen der Konfliktbearbeitung und des gewaltfreien Handelns vermittelt. Es gibt vier Kurseinheiten zwischen November 2026 und April 2027.

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Aufbaukurs: „Frieden Leben Lernen" – gewaltfrei handeln e. V. 

Teilnehmende dieser berufsbegleitenden Weiterbildung für Konfliktbearbeitung und gewaltfreies
Handeln „Frieden Leben Lernen“ werden zur Fachkraft für Friedensarbeit ausgebildet. Die Weiterbildung umfasst insgesamt 41 Seminartage, verteilt über zwölf verlängerte Wochenenden (Do - So). Sie startet im Oktober 2026 und geht bis April 2028.

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Ausbildung: Trainer:in in konstruktiver Konfliktbearbeitung und transkulturellem Lernen (ATCC) – Fränkisches Bildungswerk für Friedensarbeit e. V.

Diese zweijährige berufsbegleitende zertifizierte Ausbildung befähigt die Teilnehmenden, Workshops, Seminare und Grundkurse zur ATCC-Konfliktbearbeitung, transkulturellem Lernen und gesellschaftlichem Wandel durchzuführen. Es ist vor allem eine pädagogische Ausbildung. Sie umfasst acht Seminare mit 3,5 Tagen, zwei Seminare mit 4,5 Tagen, acht Online-Abende. Beginn: 11. bis 14.11.2026.

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Veranstaltungen und Termine
Save the Date: Netzwerktagung Bundesnetzwerk Konfliktbearbeitung vom 07.12. bis 09.12.2026 in Bad Bevensen

Beim diesjährigen Bundesnetzwerktreffen stehen drei Schwerpunkte im Fokus:

  • Voneinander lernen: Verschiedene Ansätze der Konfliktbearbeitung vorstellen und kennenlernen
  • Wissens-Café: Aktuelle Themen der Konfliktbearbeitung aus Wissenschaft und Praxis diskutieren
  • Strukturaufbau: Verabschiedung von festen Strukturen im Netzwerk und Wahl eines Sprecher:innenkreises

Die Veranstaltung findet im Gustav-Stresemann-Institut in Bad Bevensen statt. 

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Vorstellung des Friedensgutachtens 2026 „Die neuen Warlords“ am 16.06.2026, 19 Uhr, Stadtbücherei Augsburg

Das diesjährige Gutachten der vier deutschen Friedensforschungsinstitute (bicc, IFSH, INEF, PRIF) trägt den Titel „Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen!" und wird am 16.06.2026 von Prof. Dr. Christopher Daase, Mitherausgeber des Friedensgutachtens und Ko-Direktor des Leibniz-Instituts für Friedens- und Konfliktforschung in Frankfurt a. M., im S-Forum der Augsburger Stadtbücherei (Ernst-Reuter-Platz 1) vorgestellt. Es moderiert Julia Reichenbacher, Büro für Kommunale Prävention der Stadt Augsburg. Veranstaltende sind das Transferzentrum Frieden Augsburg, das Friedensbüro der Stadt Augsburg und das Evangelische Forum Annahof.

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Peace Summer School 2026 „Frieden gemeinsam selber machen“, 17.07. bis 19.07.2026 in Augsburg

Frieden beginnt nicht irgendwo auf der Weltbühne, sondern mitten in unserem Alltag. Die Peace Summer School 2026 lädt dazu ein, Frieden konkret und lebendig werden zu lassen: In interaktiven Workshops wird der Frage nachgegangen, wie Frieden alltäglich im Kleinen entstehen kann. Es gibt Raum für praktische Erfahrungen, gegenseitigen Austausch und zum gemeinsamen Lernen. Nicht nur über Frieden reden, sondern Frieden gemeinsam selber machen. Veranstalter sind ASKA e. V. – Alumni und Studierende der Konfliktforschung Augsburg & Transferzentrum Frieden Augsburg.

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Köln

FSJ-P im Bereich Öffentlichkeitsarbeit (m/w/d)

Pro Peace

Köln

FSJ-P im Bereich Friedensläufe und Friedensbildung (m/w/d)

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Verschiedenes
Deutsche Stiftung Friedensforschung fördert das Transferzentrum Frieden Augsburg

Für die Veranstaltungsreihe „Praktiken des Friedens“, die das Transferzentrum Frieden im Jahr 2026 anbietet, erhält der Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung eine finanzielle Förderung von der Deutschen Stiftung Friedensforschung in Höhe von 10.000 Euro. Sie ermöglicht eine thematisch gebündelte Veranstaltungsreihe des TFA zu den aktuell besonders relevanten Fragen nach Frieden und seiner Praxis.

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Bayerisches Zentrum für Friedens- und Konfliktforschung für weitere zwei Jahre gefördert

Die Universität Augsburg startet gemeinsam mit der Universität Bayreuth und dem Institut für Zeitgeschichte die zweite Förderphase des Bayerischen Zentrums für Friedens- und Konfliktforschung (BZeFK). Seit dem 1. April 2026 wird die erfolgreiche Arbeit des Verbunds zu „Deutungskämpfen im Übergang“ fortgeführt. Der 2022 eingerichtete Verbund wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt mit 925.000 Euro für zwei weitere Jahre (2026–2028) gefördert. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen analysieren, wie Gesellschaften in Zeiten des Wandels um Deutungen der Vergangenheit und Gegenwart ringen, um die Zukunft zu gestalten.

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