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AGDF Aktuell

 

Mitgliederrundbrief

Nr. 291 Oktober 2025

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Inhalt dieser Ausgabe
  • Vorwort
  • Nachrichten aus dem Dachverband
  • Ökumenische Friedensarbeit
  • Politische Aktionen
  • Tagungen und Kongresse
  • Politische Bildung und Qualifizierung
  • Kriegsdienstverweigerung
  • Service Informationen und Berichte
  • Stellenausschreibungen
  • Kontakt und Impressum
 
Vorwort

Moin, moin,
liebe Freundinnen und Freunde,

am 4. September ist plötzlich und unerwartet Silvio Titzmann im Alter von 50 Jahren gestorben. Wie viele andere bin auch ich sehr traurig und kann den Tod dieses wunderbaren Kollegen und Freundes kaum fassen. Als Kolleg*innen haben wir ihn als empathisch, hilfsbereit, vermittelnd, voranbringend und immer mit positiver Ausstrahlung erlebt. Liebevoll war er im Umgang mit seinen kleinen Kindern, die er zusammen mit seiner Frau im Groß-Werden begleiten wollte.

Silvio Titzmann war aber nicht nur ein toller Mensch, er war zugleich sehr politisch. So war es kein Zufall, dass er Fan von Union Berlin war, dem Fußballclub der ostdeutschen Oppositionellen, und sich im Fanclub der „Eisernen“ für Rassismus-Sensibilität eingesetzt hat. Die Rechte der Schwachen und Aktivist*innen in Brüssel, Ghana, Guatemala oder Kolumbien lagen ihm am Herzen. Dies erlebten wir auch in der Art und Weise, wie er sich 13 Jahre lang als Mitarbeiter der AGDF mit großem Engagement und ausgewiesener Expertise für die Anliegen der Internationalen Freiwilligendienste eingesetzt hat. Ihm war dabei wichtig, dass diese als ein Friedensdienst ausgestaltet und verstanden wurden.

Sicherlich teilten nicht alle im Fanclub oder seine Gesprächspartner*innen in Politik und Ministerien immer seine Haltung. Da er sie aber authentisch, sympathisch und fundiert vermittelte, wurde er trotzdem sehr geschätzt.

Sein Tod hinterlässt eine große Lücke. Zunächst natürlich für seine Familie, an die ich häufig denke und die ich in meine Gebete einschließe. Aber auch für die Arbeit für Gerechtigkeit und Frieden und konkret für eine größere Anerkennung Internationaler Freiwilligendienste sowie bessere Rahmenbedingungen für die Träger und deren Partner.

Lasst uns die Arbeit in seinem Sinne fortführen – so gut wir dies ohne ihn vermögen.

Viel Erfolg und Spaß bei und neben der Arbeit wünscht Ihnen und Euch auch im Namen der Geschäftsstelle.
Schalom

Jan Gildemeister

 
Nachrichten aus dem Dachverband
Vorstand

Schwerpunkte der Vorstandssitzung am 25.09. in Hamburg waren eine geplante Stellungnahme zur neuen EKD-Denkschrift und die Vorbereitung des zweiten Teils der Mitgliederversammlung.

Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung fand in zwei Teilen statt: Am 16.09. ging es virtuell um Finanzen und den Bericht 2024. Und am 26./27.09. war das Schwerpunktthema „Welt im Wandel – Wandel in der Friedensarbeit“ mit Inputs von 5 Mitgliedsorganisationen. Die Mitgliederversammlung wählte Klara Butting als Beisitzerin in den Vorstand nach und verabschiedete zwei Resolutionen:

Finanzielle Mittel für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfen müssen erhöht werden.

AGDF für Wege aus der Gewaltspirale und für eine glaubwürdige Friedenspolitik

Fachbereichsitzungen

Die drei Fachbereiche haben am 24./25. September in Hamburg getagt.

Geschäftsstelle

Ab dem 1. Oktober wechselt Michael Kettelhoit innerhalb der Geschäftsstelle seine Arbeitsstelle. Bisher war er als Referent für Friedensarbeit vor allem für Projekte der EAK (VfF e.V.) zuständig. Aufgrund von Mittelkürzung der EKD muss seine Stelle weitgehend entfallen. Er übernimmt dafür nun die Projektstelle Wissensmanagement für das Konsortium Ziviler Friedensdienst (AGDF e.V.), worüber wir uns freuen!

Bei einem Festakt anlässlich des 25. Dienstjubiläums von Jan Gildemeister als AGDF-Geschäftsführer hielt Dr. Dagmar Pruin, Präsidentin von Brot für die Welt, am 25.09. einen Vortrag in Hamburg. Weitere Informationen dazu auf unserer Website.

 

 
Ökumenische Friedensarbeit
Sant’Egidio: Angesichts der Dramen von Krieg und Flucht die Humanität nicht verlieren. Appell für eine legale Aufnahme von Geflüchteten, die unseren Ländern zugutekommt

Die ökumenischen Gemeinschaft Sant’Egidio in Deutschland ruft dazu auf, Wege zur legalen Aufnahme von Geflüchteten in Deutschland zu ermöglichen. In dem Appell heißt es: „Ein Beispiel hierfür sind die ‚humanitären Korridore‘, die Sant’Egidio mit anderen Akteuren in verschiedenen europäischen Ländern eingeführt hat. Sie haben Tausende auf sicherem Wege aus oft unmenschlichen Situationen gerettet und erfolgreich bei der Integration begleitet.“
Der Appell wurde inzwischen von einigen Persönlichkeiten aus der Ökumene unterzeichnet.

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Politische Aktionen

Petition: Generation Machtlos - Keine Wehrpflicht ohne Mitsprache der Jugend!

Am 27. August hat das Bundeskabinett den Gesetzentwurf für einen neuen Wehrdienst verabschiedet. Seitdem haben bereits über 70.000 Menschen die Petition von Simon Marian Hoffmann, Vorstandsmitglied des Vereins Demokratische Stimme der Jugend, unterschieben. Die Petition verlangt grundsätzlich mehr Mitbestimmung für junge Menschen. Konkret fordert Simon Marian Hoffmann die Schaffung eines Deutschen Jugendrats, der ausgelost wird und in dem die Jugend selbst entscheiden kann, ob sie eine Wehrpflicht haben möchte oder nicht.

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Tagungen und Kongresse

AGDF-Mitglied

Fachgespräch: Streitbar für den Frieden: Argumente gegen Militarisierung wirkungsvoll einsetzen

18. Oktober 2025, Heidelberg

Seit der Ausrufung der „Zeitenwende“ 2022 erleben wir eine zunehmende Militarisierung – in der Politik, in den Medien und in der Gesellschaft. Doch ist Aufrüstung wirklich die einzige Antwort auf aktuelle Herausforderungen? Welche Argumente sprechen dagegen – und wie bringen wir sie überzeugend in Debatten ein? Das Fachgespräch, zu dem der Bund für Soziale Verteidigung einlädt, widmet sich genau diesen Fragen.

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Weitere Angebote

Afrika Medien Zentrum: Global Think Tank 2025/26 - Frieden im Zeitalter globaler Kriegsführung

29. Oktober 2025, 26. November 2025, 4. Februar 2026, 4. März 2026, online

Das Afrika Medien Zentrum e.V. (AMZ - www.amz-berlin.de) lädt Sie herzlich zur Teilnahme am Global Think Tank 2025/26 ein. Unter dem Titel „Frieden im Zeitalter globaler Kriegsführung“ wollen die Veranstalter*innen gemeinsam mit Akteur*innen aus Afrika, der afrikanischen Diaspora und Europa neue, gerechtere Perspektiven auf Frieden und internationale Zusammenarbeit entwickeln. Ziel des Prozesses ist es, eine gemeinsam entwickelte Leitfrage zu beantworten, sodass das AMZ ein Positionspapier formulieren kann, das konkrete Empfehlungen für dekoloniale Friedensstrategien enthält.

Der Think Tank findet in 3–4 digitalen Treffen zwischen Oktober 2025 und Juli 2026 statt. Die Ergebnisse werden auf dem Kenako Afrika Festival 2026 vorgestellt.

Damit ein vertiefter Dialog möglich ist, bitten das AMZ darum, dass sich nur Personen/Institutionen anmelden, die verbindlich an allen, oder wenigstens 2-3 Terminen, teilnehmen möchten.

Weitere Informationen und Anmeldung (bis spätestens 15. Oktober 2025): kenako@kenako-festival.de

 

Friedrich Schorlemmer: fromm, streitbar und zugewandt - Gedenken an einen aktuellen Mahner für den Frieden

31. Oktober - 2. November, Bad Alexandersbad

Am 9. September 2024 verstarb der Theologe und Bürgerrechtler Friedrich Schorlemmer im Alter von 80 Jahren. Als engagierter Vertreter der Friedensbewegung in der DDR stand Schorlemmer damals unter ständiger Beobachtung und prägte als wichtige Stimme den deutsch-deutschen Dialog nach der Wende.

Die Tagung des Evangelischen Bildungs- und Tagungszentrums Bad Alexandersbad würdigt seine Lebensleistung nicht nur politisch und gesellschaftlich, sondern bereichert diese Erinnerung durch Beiträge aus Kunst, Kultur und Poesie, die sein Engagement für kulturelle Vielfalt und geistige Freiheit unterstreichen. Zugleich beleuchtet die Tagung die zukunftsweisenden Impulse seines Schaffens, die für uns heute von Bedeutung sind.

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32. Bundesweiter Friedensratschlag

8. - 9. November 2025, Kassel

Schon im vergangenen Jahr waren wir mit einer massiven Ausweitung von Krisen und Kriegen und der wachsenden Gefahr eines großen – auch nuklearen – Krieges konfrontiert. In diesem Jahr spitzte sich die Lage u.a. mit dem 12-Tage-Krieg Israels und der USA gegen den Iran drastisch zu.
Deutschland rüstet auf und geht mit einer Vehemenz auf Kriegskurs, die bisher kaum vorstellbar war und begleitet wird von einer aggressiven Politik Deutschlands und der EU-Staaten gegenüber Russland. Im Umgang mit dem Völkermord in Gaza wird darüber hinaus die Doppelmoral der deutschen Außenpolitik überdeutlich.
Die engen Zusammenhänge bzw. Wechselwirkungen von Aufrüstung und Sozialabbau sowie von Völkermord und Doppelmoral müssen massiv in die Öffentlichkeit getragen werden. Auf dem diesjährigen Friedensratschlag sollen sowohl die Hintergründe der weltweiten Entwicklungen mit dem Niedergang des „Werte“-Westens und insbesondere Deutschlands analysiert und die Möglichkeiten für Vernetzungen der zahlreicher werdenden Friedensinitiativen und deren Aktivitäten diskutiert werden.

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IFGK-Studientag

15. November 2025, online

Das Institut für Friedensarbeit und Gewaltfreie Konfliktaustragung (IFGK) veranstaltet am Samstag, den 15. November von 10 bis 17 Uhr seinen nächsten Online-Studientag. Vortragen werden u. a. Christine Schweitzer, Ulrich Wohland, Monika Onken und Eliane Gerber. Anmeldung bitte per E-Mail an Christine Schweitzer: CSchweitzerIFGK@aol.com.

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Krisen, Kriege, Konflikte: Zukunft - zwischen Angst und Hoffnung. Eine Tagung zum 75-jährigen Bestehen der Ev. Akademie Villigst

14. - 15. November 2025, Schwerte

Krieg in der Ukraine, im Nahen Osten und an vielen anderen Orten unserer Erde. Konflikte um Rohstoffe, Land und Macht, die immer wieder gewaltsam eskalieren. Dazu die Klimakrise und die Krise der Demokratie. Unsere Gesellschaft(en) erleben sich angesichts dieser Phänomene zunehmend in einem „(Dauer)Krisenmodus“. Manche Menschen fragen sich, wie sie die vielen (negativen) Nachrichten und Bilder noch aushalten können. Andererseits finden Menschen weiterhin die Kraft, sich für Frieden, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit in Politik und Gesellschaft zu engagieren und geben die Hoffnung nicht auf, etwas positiv verändern zu können.
Die Tagungsteilnehmer*innen begeben sich auf die Suche nach Wegen aus der Krise hin zu einer neuen Zukunftshoffnung. Die Tagung ist auch ein Beitrag zum 75-jährigen Jubiläum der Evangelischen Akademie Villigst (Iserlohn). Am Abend des 14. November soll an die wechselvolle Geschichte der Akademie erinnert und der Frage nachgegangen werden, welche Rolle heute evangelischen Akademien als Diskursorten zukommt – dabei wird auch das gemeinsame Feiern seinen Raum bekommen.

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Freude und Schönheit in den Religionen. Menschen aus Judentum, Christentum, Islam im Gespräch: Zu Gast in Abrahams Zelt

20. – 23. November 2025, Breklum

Die Evangelische Akademie der Nordkirche lädt Sie herzlich ein zu der diesjährigen interreligiösen Tagung in der Reihe „Zu Gast in Abrahams Zelt“. Vom 20.-23. November 2025 treffen sich in Breklum Menschen aus Judentum, Christentum und Islam, um miteinander und aus verschiedenen Perspektiven über „Freude und Schönheit in den drei Religionen“ nachzudenken. Rabbiner, Imam und Pastor*innen legen dar, wie die hebräische Bibel, das Neue Testament und der Koran von Schönheit und Freude sprechen. Die Teilnehmer*innen gehen der Frage nach, welche Rolle die Religionen für das Empfinden von Freude und Ästhetik spielen. Und dabei erleben sie an den vier Tagen die religiösen Feiern der drei Religionen.

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Politische Bildung und Qualifizierung

Auf rechte Sprüche eine Antwort finden. Ein Workshop

24. November 2025, Breklum

Wer sich für menschenrechtliche Positionen einsetzt, sieht sich nicht selten mit rechten und populistischen Aussagen konfrontiert. Der Workshop der Evangelische Akademie der Nordkirche stärkt im spontanen Argumentieren gegen „Stammtischparolen“ und subtile abwertende Äußerungen. Er erklärt, wie Diskriminierung und Populismus funktionieren und woran rechte Symbole zu erkennen sind. Es wird erprobt, mit welchen Kommunikationsstrategien wir welche Ziele erreichen und wie wir es trainieren können.

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Publikationen

Ulrich Frey (Hg.): Die Versöhnung mit Russland als Auftrag. Eine Textdokumentation mit drei Beiträgen von Ulrich Frey, Werner Krusche und Wolfram Wette. (= edition pace, Gründungsreihe: Band 37 | In Kooperation mit dem Lebenshaus Schwäbische Alb e.V.). Hamburg: BoD 2025.

Ihren rassenideologischen Eroberungs-, Versklavungs- und Vernichtungsfeldzug gen Osten 1941-1944 nannten die Deutschen "Russland-Krieg". Das Verbindende der drei in diesem Dokumentationsband dargebotenen Texte ist das Anliegen einer Versöhnung mit den damals angegriffenen Völkern:

Der Herausgeber Ulrich Frey war von 1972 bis 2000 Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden. Er blickt in einem sehr persönlich gehaltenen Beitrag acht Jahrzehnte nach der Niederwerfung des deutschen Faschismus zurück auf seine Beteiligung an der Kampagne der Friedensbewegung zur "Versöhnung mit den Völkern der Sowjetunion" in den Jahren 1985-1991.

Der Historiker und Friedensforscher Wolfram Wette hat auf der Heidelberger Friedenskonferenz am 22. Juni 2025 einen bundesweit stark beachteten Vortrag "Frieden mit Russland - eine immer noch unerledigte Aufgabe" gehalten: "Krieg ist kein unabwendbares Schicksal, sondern Menschenwerk, das Ergebnis schlechter Politik. Frieden ist generell möglich und machbar! Kriegsverhütung muss das erste Ziel staatlicher Politik bleiben!"

Der dritte Beitrag - eine im Vollsinn des Wortes historisch zu nennende Quelle - stammt von Bischof Werner Krusche (1917-2009), der als Soldat 1942 in der Sowjetunion schwer verwundet wurde und später als evangelischer Theologe eine Aussöhnung der Deutschen mit den Völkern der Sowjetunion als einen bedeutsamen Schwerpunkt seines Wirkens betrachtet hat. Sein Vortrag "Schuld und Vergebung" (1984) konfrontierte das kirchliche Publikum mit einer sehr unbequemen Zeitdiagnose: "Die Ausblendung der besonderen Schuld gegenüber dem zur Vernichtung bestimmt gewesenen Sowjetvolk ist der verhängnisvollste und folgenschwerste Vorgang in der deutschen Nachkriegskirchengeschichte."

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AGDF-Mitglied

Dossier zu Sozialer Verteidigung bei Wissenschaft & Frieden: Soziale Verteidigung aufbauen. Drei Jahre Kampagne „Wehrhaft ohne Waffen“.

Das Dossier 101 Soziale Verteidigung aufbauen – Drei Jahre Kampagne „Wehrhaft ohne Waffen“ erscheint als Beilage zur dritten Ausgabe von Wissenschaft & Frieden 2025 und wird vom Bund für Soziale Verteidigung und der Informationsstelle Wissenschaft und Frieden (IWIF) herausgegeben.

Den Auftakt macht Jochen Neumann mit einer Reflexion über die „Zeitenwende“. Marie-Christin Barleben führt in das Konzept der Sozialen Verteidigung ein. Anschließend werden die Hintergründe und Ziele der Kampagne „Wehrhaft ohne Waffen“ dargestellt. Konkrete Erfahrungen liefern Berichte aus den Modellregionen Oberrhein (Stephan Brües), Berlin (Marie-Christin Barleben), Essen (Martin Arnold) und dem Wendland (Jochen Neumann), was ergänzt wird durch einen Exkurs zur Gefahr einer rechtsextremen Machtübernahme (Jochen Neumann). Einen internationalen Blick eröffnet Julia Kramer mit einem Perspektivwechsel auf den Sudan, und Jan Stehn analysiert Erfolgsbedingungen für Widerstand. Abschließend werden viele Ideen aufgelistet, wie Interessierte aktiv werden können.
Das Dossier kann kostenlos online gelesen werden oder als Printausgabe bei W&F und zeitnah auch direkt beim Bund für Soziale Verteidigung (BSV) bestellt werden.

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Starter-Kit für Soziale Verteidigung: „Wehrhaft ohne Waffen“ bringt Erstauflage für Regionalgruppen heraus

Mit dem Ziel, das Konzept „Soziale Verteidigung“ in dieser von Militarisierung geprägten Zeit mit Leben zu füllen, ist die Kampagne „Wehrhaft ohne Waffen“ (WoW) 2023 mit drei Modellregionen (Oberrhein, Berlin-Moabit und Wendland) angetreten. Inzwischen haben die drei Modellregionen verschiedene Organisierungs- und Aktionsansätze erprobt, zahlreiche Regionalgruppen haben sich gegründet.

Auf dieser Grundlage gibt WoW nun ein Starter-Kit heraus, mit allem, was Gruppen wissen müssen, die sich mit Sozialer Verteidigung auseinandersetzen, sich aktiv gegen Militarisierung engagieren und gewaltfreie Alternativen auf lokaler Ebene entwickeln möchten.

Das Starter-Kit von „Wehrhaft ohne Waffen“ übersetzt die abstrakte Utopie der Sozialen Verteidigung in konkrete, praxisnahe Ansätze, mit deren Aufbau man heute schon lokal beginnen kann - solidarisch, gewaltfrei, transformativ.

Menschen, die in einer Gemeinde, Schule, Initiative, Berufsverband, oder einfach mit Freund*innen aktiv werden wollen, liefert das Starter-Kit einen Werkzeug-Kasten mit Materialien, Argumenten, Methoden und Inspirationsquellen.

Das Starter-Kit ist als Digitalversion erhältlich über info@wehrhaftohnewaffen.de.

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Chats ohne Hate. Dein Guide für gute Chatgruppen. Hrsg. Bund für Soziale Verteidigung, Projekt LOVE-Storm, 2025.

Die Broschüre richtet sich an alle, die digitale Gewalt im Chat erkennen, vorbeugen und sichere Chatgruppen gestalten möchten. In einem fünfstufigen Aktionsplan bietet sie konkrete Handlungsschritte, erklärt typische Herausforderungen der Chatkommunikation und zeigt, wie Verantwortung übernommen werden kann. Zudem gibt sie praktische Tools an die Hand – von Moderationsmodellen über Kommunikationstipps bis hin zu weiterführenden Materialien und Unterstützungsangeboten.

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Andere

EKD-Podcast-Reihe „Frieden denken“. Folge 2 - Was bedeutet Friedensspiritualität heute – in Zeiten von Krieg, Angst und gesellschaftlicher Spaltung?

In der zweiten Folge des EKD-Podcasts „Frieden Denken“ sprechen Antje Heider-Rottwilm, Vorsitzende des europäischen friedenskirchlichen Netzwerks Church and Peace, und Friedrich Kramer, Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und Friedensbeauftragter des Rates der EKD, über ihre persönlichen Erfahrungen aus Ost und West, die Kraft gemeinsamer Gebete und die Herausforderung, Frieden auch politisch zu denken. Gemeinsam mit Host Frank Hofmann gehen sie der Frage nach: Wie kann Glaube Menschen stärken, Hoffnung geben – und konkrete Schritte hin zu einer friedlicheren Welt ermöglichen?

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Verein(t) gegen Rechtsextremismus und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Ein vereinsrechtlicher Leitfaden zum Ausschluss von Mitgliedern mit rechtsextremen, rassistischen oder antisemitischen Haltungen. Hrsg. von der Fachstelle für Demokratie, München. München 2025.

Die Fachstelle für Demokratie in München hat einen sehr hilfreichen vereinsrechtlichen Leitfaden zum Ausschluss von Mitgliedern mit rechtsextremen, rassistischen oder antisemitischen Haltungen zusammengestellt. Betrachtet werden beide Situationen: Wie können Vereine sich bestmöglich vorbereiten und ihre Satzung rechtssicher gestalten schon bevor ein konkreter Anlass besteht, und unter welchen Voraussetzungen kann eine Mitgliedschaft verweigert bzw. ein Mitglied ausgeschlossen werden.

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Sichere Räume für demokratische Debatten. Strategien gegen Veranstaltungs-störungen. Hrsg. von der Fachstelle für Demokratie, München. München 2025.

Akteur*innen, die menschen- und demokratiefeindliche Positionen vertreten, nutzen immer häufiger strategische Unterbrechungen, Provokationen oder Manipulationsversuche, um Diskussionen zu dominieren und ihre demokratiefeindlichen Positionen zu verbreiten. Die Broschüre der Fachstelle für Demokratie in München bietet praxisnahe Hilfestellungen, um Veranstaltungsstörungen vorzubeugen, angemessen darauf zu reagieren und gezielte Destabilisierungsversuche – online wie offline – abzuwehren. Ziel ist es, Veranstalter*innen in ihrem Engagement zu stärken, ihnen konkrete Handlungsmöglichkeiten an die Hand zu geben und demokratische Debatten zu schützen.

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Aktuelle Stellenausschreibungen

Projekt-Koordinatorin (w/m/*)

Die AGDF plant, ein neues Projekt zu starten, das modellhaft Diskussionen anstößt und damit die gesellschaftliche Gesprächsfähigkeit in friedenspolitischen Themen stärkt. Dafür sollen 40–50 Veranstaltungen „vor Ort“ u. a. in Kirchengemeinden und Initiativen durchgeführt werden. Das Projekt unterstützt dies mit passenden Veranstaltungskonzepten, ergänzenden Tipps, einem Pool von Moderator*innen und Referent*innen sowie Hinweisen auf geeignete Informationsquellen.

Für das Projekt suchen wir zum 1. Dezember 2025 eine*n Projekt-Koordinator*in in Teilzeit für 22 Monate. Die Stelle ist zunächst mit 50 % besetzt, in den ersten 12 Monaten besteht die Möglichkeit, auf bis zu 80 % zu erhöhen. Flexible Arbeitszeitgestaltung und mobiles Arbeiten sind nach Absprache möglich. Bei persönlicher und fachlicher Eignung erfolgt eine Eingruppierung nach Entgeltgruppe 10 (DV O.EKD; entspricht TVöD Bund).

Bitte reichen Sie Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Informationen über bisherige Verantwortungsbereiche, Abschlüsse und Qualifikationen) als PDF Datei bis zum 12. Oktober 2025 per E-Mail ein bei bewerbung@friedensdienst.de .

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Sachbearbeiter*in im Kommunikationsbereich (w/m/*)

Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt für ihre Berliner Geschäftsstelle ein*e Sachbearbeiter*in im Kommunikationsbereich (w/m/*) in Vollzeit. Die Stelle ist unbefristet. Mobiles Arbeiten ist nach Absprache möglich.

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Impressum

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Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe: 27.10.2025
Nachdruck und Verteilen erlaubt; Hinweise erbeten.

Herausgeber:

AGDF e.V., Endenicher Str. 41, 53115 Bonn Tel. 0228-24999-0, Fax 24999-20
agdf@friedensdienst.de
Internet: www.friedensdienst.de
Redaktion: Jan Gildemeister; Wilhelm Maier

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