Moin, moin, liebe Freundinnen und Freunde,
am 4. September ist plötzlich und unerwartet Silvio Titzmann im Alter von 50 Jahren gestorben. Wie viele andere bin auch ich sehr traurig und kann den Tod dieses wunderbaren Kollegen und Freundes kaum fassen. Als Kolleg*innen haben wir ihn als empathisch, hilfsbereit, vermittelnd, voranbringend und immer mit positiver Ausstrahlung erlebt. Liebevoll war er im Umgang mit seinen kleinen Kindern, die er zusammen mit seiner Frau im Groß-Werden begleiten wollte.
Silvio Titzmann war aber nicht nur ein toller Mensch, er war zugleich sehr politisch. So war es kein Zufall, dass er Fan von Union Berlin war, dem Fußballclub der ostdeutschen Oppositionellen, und sich im Fanclub der „Eisernen“ für Rassismus-Sensibilität eingesetzt hat. Die Rechte der Schwachen und Aktivist*innen in Brüssel, Ghana, Guatemala oder Kolumbien lagen ihm am Herzen. Dies erlebten wir auch in der Art und Weise, wie er sich 13 Jahre lang als Mitarbeiter der AGDF mit großem Engagement und ausgewiesener Expertise für die Anliegen der Internationalen Freiwilligendienste eingesetzt hat. Ihm war dabei wichtig, dass diese als ein Friedensdienst ausgestaltet und verstanden wurden.
Sicherlich teilten nicht alle im Fanclub oder seine Gesprächspartner*innen in Politik und Ministerien immer seine Haltung. Da er sie aber authentisch, sympathisch und fundiert vermittelte, wurde er trotzdem sehr geschätzt.
Sein Tod hinterlässt eine große Lücke. Zunächst natürlich für seine Familie, an die ich häufig denke und die ich in meine Gebete einschließe. Aber auch für die Arbeit für Gerechtigkeit und Frieden und konkret für eine größere Anerkennung Internationaler Freiwilligendienste sowie bessere Rahmenbedingungen für die Träger und deren Partner.
Lasst uns die Arbeit in seinem Sinne fortführen – so gut wir dies ohne ihn vermögen.
Viel Erfolg und Spaß bei und neben der Arbeit wünscht Ihnen und Euch auch im Namen der Geschäftsstelle. Schalom
Jan Gildemeister |