AGDF Aktuell

 

Mitgliederrundbrief

Nr. 25 April 2025

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Inhalt dieser Ausgabe
  • Vorwort
  • Nachrichten aus dem Dachverband
  • Ökumenische Friedensarbeit
  • Politische Aktionen
  • Tagungen und Kongresse
  • Politische Bildung und Qualifizierung
  • Kriegsdienstverweigerung
  • Service Informationen und Berichte
  • Stellenausschreibungen
  • Kontakt und Impressum
 
Vorwort

Moin, moin,
liebe Freundinnen und Freunde,

ich finde es bewegend, eindrucksvoll und ermutigend, wie sich vor allem junge Menschen in anderen Ländern für Demokratie und ihre Zukunft einsetzen und bereit sind, dafür staatliche Repression auf sich zu nehmen. In Europa ist dies gerade u.a. in Serbien, Georgien und nun auch der Türkei der Fall. Die Protestierenden sind dabei kreativ, weitgehend gewaltfrei und vor allem ausgesprochen mutig. Ihre Forderungen sind mehr als nachvollziehbar: ein Ende von Korruption und Vetternwirtschaft, Politiker*innen, die sich für die Belange ihres Volkes und nicht (nur) ihre eigenen Interessen einsetzen, die sich an demokratische Regeln halten und eine unabhängige Justiz und Medienlandschaft akzeptieren. Auf viel Unterstützung von Regierungen anderer Staaten dürfen sie leider nicht hoffen. Denen ist eine „Stabilität“ im Zweifelsfall wichtiger als ein demokratischer Aufbruch und sie möchten „dreckige Deals“ wie den mit der Türkei in der Migrationsfrage nicht gefährden.

Die Möglichkeiten, diese demokratischen Bewegungen zivilgesellschaftlich zu unterstützen, sind begrenzt. Bei Russland und Belarus mussten wir erleben, wie „aufmüpfige“ Organisationen und Protestierende weitgehend mundtot gemacht und deren Unterstützung von Organisationen in anderen Staaten zum großen Teil verhindert werden kann. Was wir ihnen aber in jedem Fall schulden, ist unsere Aufmerksamkeit und unsere Solidarität. Sie sollen wissen, dass wir ihren Kampf auch dann nicht vergessen, wenn die mediale Aufmerksamkeit weitgehend verschwunden ist. Dafür bietet sich auch der Austausch mit denjenigen an, die (ursprünglich) aus den jeweiligen Staaten kommend in Deutschland leben – ob mit Migrationsgeschichte oder als Geflüchtete.

Und wir sollten uns dafür einsetzen, dass auch andere das Engagement für Demokratie und ein besseres Leben in den betreffenden Ländern nicht vergessen, beispielsweise die bei uns politisch Verantwortlichen.

Viel Erfolg und Spaß bei und neben der Arbeit wünscht Ihnen und Euch auch im Namen der
Geschäftsstelle.
Schalom

Jan Gildemeister

 
Nachrichten aus dem Dachverband
Vorstand

Der Vorstand trifft sich wieder am 1./2. Juli 2025 in Bonn und besucht dort auch die Geschäftsstelle. Er wird auch über Projektanträge von Mitgliedsorganisationen (Förderung aus dem Friedenspolitischen Fond), die im Vorfeld eingereicht werden können.

Mitgliederversammlung

Die kommende Mitgliederversammlung ist am 26./27. September in Hamburg.

Fachbereichsitzungen

Die drei Fachbereiche treffen sich im Vorfeld der Mitgliederversammlung am 24./25. September ebenfalls in Hamburg.

Geschäftsstelle

Martina Rieken wechselt als Referentin von der Öffentlichkeit für das Konsortium Ziviler Friedensdienst zum neuen Projekt Bundesnetzwerk Demokratische Konfliktbearbeitung, dessen Öffentlichkeitsarbeit sie aufbaut und gestalten wird.

 
Ökumenische Friedensarbeit
„Erinnern für Gegenwart und Zukunft. 80 Jahre Kriegsende.“ Gedenkgottesdienst, Workshops und Kultur in Magdeburg

10. – 11. Mai 2025, Magdeburg

Am 8. Mai jährt sich dieser Tag der Befreiung zum 80. Mal. Das Ende des Krieges und mit ihm das Thema der Befreiung von Nationalismus und Faschismus sind in unseren Zeiten – eines weltweit wiedererstarkenden Nationalismus und einem starken Rechtsruck – wichtig zu reflektieren.
Das Lothar-Kreyssig - Ökumenezentrum der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) sowie pax christi – Deutsche Sektion und die Katholische Erwachsenenbildung im Land Sachsen-Anhalt (KEB) freuen sich, Euch in Magdeburg begrüßen zu dürfen und bitten um eine verbindliche Anmeldung bis zum 11. April 2025.

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Einladung zum 8. kirchlichen Aktionstag gegen Atomwaffen in Büchel

17. Mai 2025, Büchel

Atomwaffen bedrohen das Überleben der Menschheit. Das zeigt die Weltuntergangsuhr der Atomic Scientists an. Sie steht jetzt auf 89 Sekunden vor zwölf. Deshalb lädt die Projektgruppe "Kirchen gegen Atomwaffen" zu einem ökumenischen Gottesdienst am Samstag, dem 17. Mai 2025 von 11- 15 Uhr, nach Büchel ein, direkt neben dem Fliegerhorst, auf dem US-amerikanische Atombomben lagern sollen. Diese sollen im Kriegsfalle mit deutschen Flugzeugen in das Ziel gebracht werden.
Die Predigten des Gottesdienstes werden die Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche der Pfalz Dorothee Wüst und Weihbischof Otto Georgens, Bistum Speyer, halten. Die Gruppe Rostlos aus der bayerischen Landeskirche wirkt im Gottesdienst am Programm am Vormittag und Nachmittag mit. Aktuelle Infos zur Gefahr modernisierter Atomwaffen in Büchel, Gespräche und Interviews, Gedichte und Musik stehen am Nachmittag auf dem Programm. Essen und Trinken möge zum Teilen bitte mitgebracht werden.
In der Projektgruppe Büchel arbeiten Akteur*innen von pax christi und aus den evangelischen Landeskirchen in Baden, Pfalz, Rheinland, Hessen und Nassau sowie Württemberg mit.

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Politische Aktionen

AGDF-Mitglied

Der Vorstand von Church and Peace ruft angesichts aktueller Entwicklungen zu klarer Orientierung an Gerechtigkeit und Frieden auf

5. März 2025, Wethen

„Drei Jahre nach dem Beginn des brutalen russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und angesichts der eskalierenden globalen Krisen unterstreichen wir: Dauerhafter und gerechter Frieden setzt die Achtung von Rechtsstaatlichkeit, internationalem Recht und den Einsatz für Klimagerechtigkeit voraus. Indem die europäischen Staaten das immer wieder einfordern und selbst glaubhaft danach handeln, können sie einen überzeugenden Beitrag zum Frieden in der Welt leisten,“ so der Vorstand von Church and Peace.

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Andere

Die initiativeKJP startet die Kampagne „Deutschland hat ‘nen Plan“

Investitionen in Kinder und Jugendhilfe sind Investitionen in die Zukunft! Deswegen fordert die initiativeKJP nun von der nächsten Bundesregierung den Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP) als zentralen Baustein für die Förderung von jungen Menschen zu priorisieren. Seine Aufstockung und Dynamisierung muss fest im Koalitionsvertrag verankert werden.

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Werdet Teil des Bündnisses Klimademokratie

14. Juni 2025, online

Ende März startete das Bündnis Klimademokratie seine Kampagne zum Tag der Klimademokratie am 14. Juni 2025. Seid im Bündnis dabei und mobilisiert eure Netzwerke in die Gespräche mit den demokratischen Abgeordneten des neuen Bundestags.
Unter dem Motto: "... Hallo neuer Bundestag, wir müssen reden! Ja, übers Klima. Ja, jetzt nach der Wahl ..." könnt Ihr im Bündnis den Tag der Klimademokratie aktiv mitgestalten:

  • Setzt Eure Themen, indem Ihr Euch selbst Termine reserviert und mit den Politiker*innen des neuen Bundestags ins Gespräch kommt.
  • Aktiviert Eure Mitglieder und Unterstützer*innen, mit ihren Abgeordneten über eine unser aller #KlimaZukunft zu sprechen.
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Tagungen und Kongresse

AGDF-Mitglied

Einladung zur ASF-Jahrestagung: „80 Jahre und kein Ende. Zwischen Erinnerung und Gegenwart. 80 Jahre nach Ende der NS-Gewaltherrschaft“

17. Mai 2025, Berlin

80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Befreiung von der NS-Gewaltherrschaft stellen sich Fragen zu Krieg und Frieden, globalen Krisen und internationaler Zusammenarbeit mit neuer, dringlicher Aktualität. Der massive Rechtsruck in Deutschland und der zunehmende Geschichtsrevisionismus bedrohen Erinnerungskultur und Gedenkorte. Autokratische Kräfte greifen weltweit die demokratische Idee an, verzerren historische Fakten und die Erinnerung an die NS-Verbrechen.
Auf der Jahrestagung der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) setzen sich die Teilnehmer*innen mit diesen Umbrüchen auseinander und fragen nach der Gegenwart der Erinnerung. Mit den Gästen sprechen sie über Veränderungen in der Erinnerungspolitik und erörtern, wie diese angesichts der aktuellen Krisen in Zukunft gestärkt werden kann, um den Herausforderungen der Gegenwart zu begegnen.

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Jahrestagung des Versöhnungsbundes: „Unsere Erde am Kippen! Perspektiven für eine gemeinsame Zukunft“

29. Mai – 1. Juni 2025, Bad Schussenried

Themen wie Militär und Klima, internationale Beziehungen, Perspektiven aus dem globalen Süden, Tierwohl und das Recht auf Wohnen zeigen, wie eng unser Zusammenleben mit der Zukunft des Planeten Erde verknüpft ist.
Die Jahrestagung des Versöhnungsbundes widmet sich diesen drängenden Themen und bietet Raum für Austausch und Inspiration.
Mit anregenden Vorträgen, Workshops und Raum für Begegnung schafft die Tagung ein Programm, das Hoffnung weckt und Handlungsoptionen aufzeigt. Seid dabei, wenn die Teilnehmer*innen über Möglichkeiten diskutieren, wie wir Krisenzeiten meistern und Frieden für alle schaffen können.

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Weitere Angebote

Veranstaltungen zum Thema „Frieden“ auf dem Ev. Kirchentag in Hannover

30. April – 4. Mai 2025, Hannover

Das Programm des 39. Deutschen Evangelischen Kirchentags in Hannover ist veröffentlicht worden. Hier finden Sie eine Zusammenstellung von Veranstaltungen zum Thema „Frieden“.

„Frieden in der Welt – Frieden in mir“

25. Apri – 27. April 2025, Grainau

Wir leben in einer Zeit vielfältiger Krisen, die sich gegenseitig nicht nur addieren, sondern sogar noch potenzieren. Wie können wir Menschen trotz aller Gewalt, Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung empathisch, menschlich und friedensstiftend bleiben?
Um diese Frage zu beantworten, wird Clemens Ronnefeldt einen Überblick über die Themen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung geben, den Ukraine-Krieg und den Nahostkrieg beleuchten – und wie bei all diesen Herausforderungen der innere Frieden bewahrt werden kann.
Bitte melden Sie sich bis zum 14. April 2025 an.

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Ev. Akademie Loccum: „Vor dem Abgrund? Neue nukleare Bedrohungsszenarien in Europa“

22. - 24. September 2025, Rehburg-Loccum

Mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ist die Gefahr nuklearer Bedrohung wieder in aller Munde. Rufe nach glaubhafter Abschreckung in Europa werden lauter, genauso wie Forderungen nach verstärkten Anstrengungen um Rüstungskontrolle und atomare Risikominimierung. Parallel dazu laufen weiterhin Initiativen, die an einer kompletten nuklearen Abrüstung arbeiten wollen. Was ist der richtige Weg im Umgang mit der wachsenden nuklearen Gefahr in Europa?
Die Konferenzsprache der Tagung ist Englisch. Bei Bedarf wird für die Plenumsdiskussionen deutsch-englische Simultanübersetzung angeboten.

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Politische Bildung und Qualifizierung

„Zivilgesellschaft im Umgang mit Rechtsextremismus stärken“ - IJAB stellt neue Materialien zur Demokratie- und Menschenrechtsbildung bereit

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit – sie muss aktiv verteidigt werden. Rechtsextremismus, Populismus und Desinformation stellen wachsende Herausforderungen für unsere Gesellschaft dar.
IJAB stellt eine umfassende Sammlung an Materialien zur Demokratie- und Menschenrechtsbildung bereit – mit praxisnahen Handbüchern, Methodensammlungen und Leitfäden zu Antirassismus, Antisemitismusprävention und diversitätsbewusster Bildung. Diese Materialien unterstützen Fachkräfte dabei, junge Menschen für demokratische Werte zu sensibilisieren und sie gegen extremistische Strömungen zu stärken.

Jetzt wird dieses Angebot um einen wichtigen Bereich erweitert: Die neue Unterseite „Zivilgesellschaftlicher Umgang mit Rechtsextremismus“ bündelt Rechtsgutachten und Handreichungen sowie Podcast- und Interviewempfehlungen. Sie bietet Orientierung für Organisationen und Fachkräfte, die sich gegen rechtsextreme Einflussnahme engagieren. Thematisch reicht die Sammlung vom Umgang mit Populismus und Desinformation in sozialen Medien über das Neutralitätsgebot von Vereinen bis hin zu Strategien gegen Rechtsextremismus in der Kinder- und Jugendhilfe.

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Publikationen

AGDF-Mitgliedschaft

Von Anmeldung bis Auswertung – Ein Leitfaden für Inklusion und Awareness auf Seminaren, Hrsg. v. evangelischen Forum entwicklungspolitischer Freiwilligendienst (eFeF)

Dieser Leitfaden bietet umfassendes Wissen über Awareness-Arbeit auf Seminaren und Workshops. Er unterstützt Organisationen und Trainer*innen dabei, Veranstaltungen inklusiver und achtsamer zu gestalten. Er basiert auf über zehn Jahren gesammelter Erfahrung im Rahmen der eFeF-Fortbildungsreihe und bietet praxisnahe Tipps, die in verschiedenen Seminarkontexten leicht umsetzbar sind.
Ziel ist es, Seminare so zu gestalten, dass Teilnehmenden gut dabei sein können und sich möglichst wohl fühlen. Im Fokus stehen u.a. die Grundsätze und Ziele der Awareness-Arbeit, die Aufgaben des Awareness-Teams, der Ablauf von Unterstützungsgesprächen sowie Hinweise zur besseren Gestaltung von Anmeldeprozessen sowie Empfehlungen zu der Gestaltung von Räumlichkeiten und zur Verpflegung. Er bietet auch Einblicke in komplexe Situationen und Dilemmata und zeigt potenzielle Fallstricke auf. Mit zahlreichen konkreten Beispielen, praktischen Ratschlägen und Tipps sowie Checklisten unterstützt er Organisationen und Gruppen dabei, ein eigenes Awareness-Konzept zu entwickeln.

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Kriegsdienstverweigerung
Aufruf zu Aktionen zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung (15. Mai)

15. Mai, bundesweit

Am 15. Mai ist der Internationale Tag der Kriegsdienstverweigerung. Eine Initiative von mehr als 20 Organisationen (darunter auch die AGDF) rufen Gruppen und Organisationen dazu auf, sich mit Aktionen und Veranstaltungen vor Ort daran zu beteiligen. An vielen Orten sollen die Stimmen von Kriegsdienstverweiger*innen mit eigenen Erklärungen an die Öffentlichkeit gebracht werden. In einer gemeinsamen öffentlichkeitswirksamen Aktion sollen diese schließlich in Berlin präsentiert werden.

- Sammelt Stimmen und Erklärungen von Kriegsdienstverweiger*innen;

- Organisiert Aktionen und Veranstaltungen. Vorschläge finden sich hier.

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Impressum

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Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe: 25.04.2025
Nachdruck und Verteilen erlaubt; Hinweise erbeten.

Herausgeber:

AGDF e.V., Endenicher Str. 41, 53115 Bonn Tel. 0228-24999-0, Fax 24999-20
agdf@friedensdienst.de
Internet: www.friedensdienst.de
Redaktion: Jan Gildemeister; Wilhelm Maier

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