Im Browser ansehen
 

 

AGDF Aktuell

 

Mitgliederrundbrief

Nr. 293 Dezember 2025

Logo AGDF
 
Inhalt dieser Ausgabe
  • Vorwort
  • Nachrichten aus dem Dachverband
  • Ökumenische Friedensarbeit
  • Politische Aktionen
  • Tagungen und Kongresse
  • Politische Bildung und Qualifizierung
  • Kriegsdienstverweigerung
  • Service Informationen und Berichte
  • Stellenausschreibungen
  • Kontakt und Impressum
 
Vorwort

Moin, moin,
liebe Freundinnen und Freunde,

mit der Adventzeit bereiten sich Christ*innen auf das Geburtsfest von Jesus Christus vor. Für Weihnachten steht die Zusage „Frieden auf Erden“, ein Frieden, der eng mit Gerechtigkeit verbunden ist. Die neue EKD-Denkschrift und die Kritik daran zeigen aber die unterschiedlichen Erwartungen an die politische Relevanz der Botschaft und der praktizierten Gewaltfreiheit Jesus: Ist sie – vereinfachend formuliert – nur als „Korrektiv“ für die Orientierung und Gewissensbildung von Christ*innen relevant? Ist praktizierte Gewaltfreiheit nur etwas für Einzelne und Gemeinschaften? Oder sind auch kirchliche Institutionen und christliche Organisationen aufgefordert, Versöhnung, gewaltfreie Konfliktbearbeitung u.a. zu praktizieren und einen Vorrang gewaltfreier Instrumente von der Politik zu fordern.

Wir sollten hierüber das (kontroverse) Gespräch suchen, nicht nur mit den für den Inhalt der Denkschrift Verantwortlichen, sondern gerade auch mit denjenigen, die in einer „Welt in Unordnung“ (Titel der Denkschrift) nicht mehr wissen, welche Wege für einen Gerechter Frieden wir beschreiten können und sollten, bzw. - wie der Titel unseres neuen Buches heißt - „Frieden suchen in konfliktreichen Zeiten“. Neben theologischen Fragen bieten sich weitere Themen an: unser Sicherheitsverständnis, die Möglichkeiten und Grenzen von ZKB und Militär etc. Ich denke, dass wir in der (konstruktiv zu führenden) Auseinandersetzung gute Argumente haben, auch die biblische Botschaft(en), uns aber auch selbstkritisch den Fragen andersdenkender stellen sollten.

Eine gesegnete Adventszeit wünscht Ihnen und Euch auch im Namen der Geschäftsstelle.

Schalom

Jan Gildemeister

 
Nachrichten aus dem Dachverband
Vorstand

Die nächste Vorstandssitzung ist am 11. Dezember in Hannover.

Mitgliederversammlung

Zu dem Entwurf des Protokolls der letzten Mitgliederversammlung gingen keine Änderungswünsche ein, es gilt damit als genehmigt.

 

Fachbereichsitzungen

Der Fachbereich I tagt am 5. - 6. Februar 2026 in der Westpfalz (DJH Hochspeyer). Der Fachbereich III trifft sich am 21. - 23. April 2026 in Berlin, wo auch politische Gespräche geplant sind. Der Qualifizierungsverbund (QVB) wird sich in virtuellen Treffen u.a. mit seiner Weiterarbeit und Finanzfragen beschäftigen.

 

Geschäftsstelle

Am 1. Dezember nimmt Ruben Kurschat als Koordinator eines neuen AGDF-Projektes seine Arbeit auf mit dem Ziel, geeignete Bedingungen für Veranstaltungen zu (kontro-versen) friedenspolitische Diskussionen zu entwickeln und damit anzuregen diese auch durchzuführen. Wir heißen ihn herzlich willkommen!

 
Ökumenische Friedensarbeit

AGDF-Mitgliedschaft

Motto der Ökumenischen FriedensDekade 2026

Das Gesprächsforum hat als Motto der Ökumenischen FriedensDekade vom 8.-18. November 2026 „couragiert widerständig“ festgelegt. Die biblischen Bezugsstellen sind Exodus 1,15-21 und 2. Timotheus 1,7.

 

weiterlesen »

Andere

Aktualisierte Charta Oecumenica wurde in Rom unterzeichnet

5. November 2025, Rom

Die „Leitlinien für die wachsende Zusammenarbeit zwischen den Kirchen in Europa“, die sogenannte Charta Oecumenica, wurde am 5. November in einer aktualisierten Fassung in Rom von der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und dem Rat der Europäischen Bischofskonferenz (CCEE) unterzeichnet. Zeitgleich veröffentlicht die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) die deutsche Übersetzung des Textes.

In der aktualisierten Version sind neue Kapitel zu Frieden, Migration, neuen Technologien und zur Bedeutung der Jugend hinzugekommen. Die Charta hat ihre Struktur verändert, ihr Herzstück, die Selbstverpflichtungen, jedoch beibehalten. Der Text trägt den Entwicklungen der letzten 20 Jahre Rechnung und erkennt die Fortschritte im ökumenischen Dialog an. Er ruft die Kirchen Europas dazu auf, gemeinsam eine christliche Stimme in der Gesellschaft zu werden und weiterhin für die Einheit der Christen einzutreten. Damit soll die Charta „eine ökumenische Kultur des Dialogs und der Zusammenarbeit auf allen Ebenen des kirchlichen Lebens fördern“, wie es im Text heißt.

weiterlesen »
 
Politische Aktionen

Stop ReArm Europe: Eine neue Initiative gegen die weitere Aufrüstung Europas

Die Initiator*innen von „Stop ReArm Europe“ organisieren eine europäische Bewegung gegen die Wiederaufrüstung Europas! Macht mit!

In dem Aktionsaufruf heißt es u. a.: „Wir lehnen die Pläne der EU ab, zusätzlich 800 Milliarden Euro für Aufrüstung auszugeben. Das sind 800 Milliarden Euro, die uns gestohlen werden. Gestohlen aus den Bereichen Soziales, Gesundheit, Bildung, Arbeit, Friedensaufbau, internationale Zusammenarbeit, gerechter Wandel und Klimagerechtigkeit. Davon profitieren ausschließlich Rüstungskonzerne in Europa, den USA und anderswo.“

Auf der noch im Aufbau befindlichen Website können sich nationale Initiativen der Friedensbewegung als Unterstützer*innen registrieren. Zudem bietet die Plattform einen Kalender, in dem nationale Friedensaktivitäten eingetragen und über Aktionen berichtet werden kann.

weiterlesen »
 
Tagungen und Kongresse

Gerechter Friede im Blick – aber wie? Die neue Friedensdenkschrift der EKD - Vortrag und Gespräch

8. Dezember 2025, 18:30 – 19:45 Uhr, online

Am 10. November 2025 veröffentlichte die EKD eine neue Friedensdenkschrift – die letzte erschien 2007. Sie sorgt für Aufmerksamkeit innerhalb und außerhalb der Kirche: Welche ethischen Positionierungen werden dort getroffen etwa in Blick auf gesellschaftlich und politisch virulenten Themen wie Waffenlieferungen, zivile Resilienz, Wehrdienst oder hybrider Kriegsführung? Um diese und andere Fragen geht es in dieser Online-Veranstaltung der Evangelischen Akademie der Nordkirche. Dr. Friederike Krippner, Direktorin der Ev. Akademie Berlin und Co-Vorsitzende des friedensethischen Redaktionsteams, stellt die neue Denkschrift vor. Pfarrerin Almut Bretschneider-Felzmann, Theol. Referentin Ökumene und interreligiöse Zusammenarbeit der Schwedischen Kirche, reagiert auf die Vorstellung der Denkschrift. Anschließend ist Gelegenheit zu Fragen und Diskussion.

Anmeldung per Mail an info@christianjensenkolleg.de

 

weiterlesen »

Imploding Space? Zivile Konfliktbearbeitung in Umbruchzeiten neu denken

22. – 24. Juni 2026, Rehburg-Loccum

Mediation, Dialogprozesse oder Friedenspädagogik – mit diesen gewaltfreien und in der Regel von zivilgesellschaftlichen Akteur*innen getragenen Maßnahmen bemüht sich die zivile Konfliktbearbeitung um die Stabilisierung, Einhegung und Lösung von Konflikten. Durch die Renaissance von militärischer Geopolitik und die Erosion von Sicherheitsordnungen – in Europa und anderen Weltregionen – haben sich die Rahmenbedingungen für diesen Ansatz erheblich erschwert. Wie kann zivile Konfliktbearbeitung im Lichte gesteigerter Gewalteskalation und knapper werdender Haushaltsmittel weiterhin agieren?

weiterlesen »
„Zeitenwende“ in der Friedensethik? – Kritische Seitenblicke auf die Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland

29. – 30. Januar 2026, Landau in der Pfalz

Der Überfall Russlands auf die Ukraine hat viele vermeintliche Gewissheiten ins Wanken gebracht. Folgt der zumindest rhetorisch proklamierten politischen „Zeitenwende“ nun auch die ethische Wende? Die Evangelische Kirche hat kürzlich ein umfangreiches Grundlagendokument zur Friedensethik herausgegeben. Dass dabei grundsätzliche Spannungslinien aufbrechen, überrascht nicht. Die ernsten Fragen zu Krieg und Frieden sind strittig – zu Recht und nicht nur unter Christ*innen.
Die Evangelisches Akademie der Pfalz und die Friedensakademie Rheinland-Pfalz wollen den Text kritisch unter die Lupe nehmen und dabei Seitenblicke favorisieren. Deshalb kommen vorrangig Menschen zu Wort, die an der Entstehung des Textes nicht beteiligt waren. Warum äußert sich die Kirche zu friedensethischen Fragen und was bezweckt sie damit? Was an der evangelischen Friedensethik ist evangelisch oder christlich? Ist der neue Grundlagentext politikfähig? Berücksichtigt er globale Perspektiven? Hat er Auswirkungen auf die Friedensbildung? Kommt er in der öffentlichen Debatte an – oder bleibt er ein Text für kirchliche Insider? Die Tagung ist zugleich Studientag der Konferenz der Evangelischen Friedensarbeit im Raum der EKD. Kooperationspartner bei der Veranstaltung ist das Friedensinstitut der Evangelischen Hochschule Freiburg. Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz.

weiterlesen »
 
Politische Bildung und Qualifizierung
Ausbildung zur*zum Friedensmentor*in

12. - 15. Februar 2026, Oberhausen

Wie können wir Konflikte in unserem Alltag konstruktiv lösen? Wie können wir gesellschaftlich zu einem Miteinander, statt Gegeneinander beitragen? Und was kann ich tun, um zu einer Politik beizutragen, die weniger auf Gewalt oder Militär und mehr auf friedliche Lösungen setzt?
Mit diesen und weiteren Fragen setzt sich der Kurs auseinander. Organisiert wird er vom Friedensdorf Bildungswerk in Kooperation mit Peace for Future.
Die Zielgruppe sind junge Menschen im Alter von 18 bis 28 Jahren. Bitte meldet euch bis zum 31. Dezember 2025 an.

weiterlesen »
 
Publikationen

Abwehr in der rassismuskritischen Bildungsarbeit – Forschungsbericht zum Projekt ABRAKA. Hrsg. vom Deutschen Institut für Menschenrechte, online 2025.

Die Publikation des Deutschen Instituts für Menschenrechte (DIMR) fasst die Ergebnisse des Projekts ABRAKA zusammen, in dem zwischen 2022–2024 großflächig untersucht wurde, wie Abwehrreaktionen in rassismuskritischen Lernräumen wirksam werden – welche Formen sie annehmen, welche Bedingungen sie begünstigen und wie sie produktiv in Reflexion und Handlung überführt werden können.

weiterlesen »
Engagement in Gefahr? Ein Krisenplan für alle Engagierten. Handlungsmöglichkeiten und Schutzstrategien bei digitaler Gewalt auf kommunaler Ebene. Vom Sportverband bis zur Geflüchtetenhilfe. Hrsg. von HateAid gGmbH 2024.

HateAid stellt in dieser Broschüre auf sehr übersichtliche Weise Handlungsmöglichkeiten in Krisensituationen dar: Szenarien, Rollen im Krisenteam, Krisenmanagement, analoge und digitale Sicherheit, Kommunikation nach innen und außen, weitere Schritte sowie Kontakte und Hilfsangebote.

weiterlesen »
 
 
Service Informationen und Berichte
QUIJOTE: Notstand Frieden - Lieder und Texte über die Absurdität des Krieges

Das Trio QUIJOTE aus Chemnitz widmet schon seit vielen Jahren dem Thema Frieden.
Doch es ist Krieg. Der Frieden hat sich davongemacht. Die meisten von uns vermissen ihn, in der Politik, in den Medien, im Netz, im Alltag, in der Welt, Die Sehnsucht nach Frieden wächst. Gelingt es uns, ihn zurückzuholen?

Für einen Abend geben Sabine Kühnrich (Gesang, Querflöte), Ludwig Streng (Gesang, Piano) und Wolfram Hennig-Ruitz (Gesang, Gitarre) dem Frieden ein Zuhause - zumindest musikalisch. Sie spielt Lieder großartiger Autoren, wie Stefan Heym, Volker Braun, Víctor Jara, Jura Soyfer, François Villon, Matthias Claudius, Henry-Martin Klemt, Gerhard Gundermann und von Mikis Theodorakis.

Das Trio QUIJOTE kann gebucht werden, auch für Friedensveranstaltungen.

weiterlesen »
Nominierungen für Aachener Friedenspreis 2026 gesucht!

Für den seit 1988 jährlich verliehenen Preis starten der Verein Aachener Friedenspreis erneut in die Suche nach auszeichnungswürdigen Friedensinitiativen. Am 1. September, dem Antikriegstag, werden Gruppen oder Einzelpersonen geehrt, die sich von unten her und ohne eigene Machtposition für nachhaltigen Frieden, Demokratie und Gerechtigkeit stark machen. Mit dem Preis soll wieder ein Schlaglicht auf nachahmungswürdiges und unterstützenswertes Engagement geworfen werden, um mehr Menschen zum Einsatz für ein friedliches Zusammenleben zu motivieren.

Ihr seid herzlich eingeladen, Vorschläge einzureichen. Wer von einem noch unbekannten Friedensprojekt oder dem beeindruckenden oder mutigen Engagement einer Einzelperson hört, hat ohne jede weitere Voraussetzung die Möglichkeit, eine Nominierung per E-Mail an vorstand@aachener-friedenspreis.de  zu senden.

weiterlesen »

W&F: Call für Beiträge - Friedensbewegung(en) heute?

Was kann und soll es eigentlich bedeuten, heute eine „Friedensbewegung“ zu sein? Wer agiert wie und in welchen Bündnissen? Was sind Forderungen, Handlungsprinzipien und Methoden dieser Bewegungen? Ist eine Haltung der (absoluten) Gewaltfreiheit zentral oder eher nebensächlich?

Die Zeitschrift „Wissenschaft und Frieden (W&F)” freut sich über Beiträge aus allen Forschungsbereichen der Friedens- und Konfliktforschung, der quantitativen Konflikt- und Kriegsforschung sowie der Friedensarbeit, Friedenspädagogik und des Friedensjournalismus. Ziel ist es, eine aktuelle, historisch informierte Bestandsaufnahme zu erstellen, die einen Überblick über die verschiedenen Bewegungen und Aushandlungen ermöglicht. Die Redaktion begrüßt insbesondere Beiträge von Studierenden, Nachwuchswissenschaftler*innen und nicht akademisch beschäftigten Forschenden. Ein besonderes Anliegen ist ihr die Sichtbarmachung von Stimmen aus dem außereuropäischen Ausland.

Bitte senden Sie Ihr Abstract von max. 8.000 Zeichen bis zum 15. Januar 2026 an redaktion@wissenschaft-und-frieden.de.

weiterlesen »
 
Aktuelle Stellenausschreibungen
Für die Lobbyarbeit und die Zentrale Stelle im IJFD suchen die AGDF möglichst zum 1. Februar 2026 eine*n Referentin*Referenten (60% - Aufstockung um bis zu 20% geplant).

Die Zentrale Stelle im IJFD, die eng mit der Servicestelle für Internationale Freiwilligendienste der Konferenz evangelischer Freiwilligendienste (KeF) zusammenarbeitet, unterstützt und vertritt diese zivilgesellschaftlichen Träger im Förderprogramm IJFD des BMBFSFJ und begleitet ihre Qualitätsentwicklung. Die AGDF vertritt die Anliegen der Träger internationaler Freiwilligendienste auf Bundesebene, arbeitet dabei im Gesprächskreis Internationale Freiwilligendienste (GIF) mit und koordiniert hier Aufgaben.

Bitte sende deine aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Informationen über bisherige Verantwortungsbereiche, Abschlüsse und Qualifikationen) in einer PDF-Datei und ausschließlich per E-Mail bis zum 09. Dezember 2025 an die Mailadresse: bewerbung1@friedensdienst.de

Für Rückfragen steht Barbara Kraemer, kraemer@friedensdienst.de, zur Verfügung.

weiterlesen »
 
 
Impressum

AGDF -aktuell ist ein interner Newsletter und stellt für unsere Mitglieder relevante Informationen zusammen. Diese geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Quelle ist, wenn nicht anders angegeben, die angege-bene Internetseite. Aktionen, Veranstaltungen und Aufrufe der AGDF sind als solche gekennzeichnet. Neue Abonnent*innen können sich auf der Homepage ein­tragen. In jedem Newsletter gibt es einen Link zum Abmelden.

Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe: 22.12.2025
Nachdruck und Verteilen erlaubt; Hinweise erbeten.

Herausgeber:

AGDF e.V., Endenicher Str. 41, 53115 Bonn Tel. 0228-24999-0, Fax 24999-20
agdf@friedensdienst.de
Internet: www.friedensdienst.de
Redaktion: Jan Gildemeister; Wilhelm Maier

Zur Homepage der AGDF

Unser Newsletter lebt von Hinweisen, die wir erhalten. Hinweise, Anfragen, Veranstaltungstipps – oder auch einfach Rückmeldungen oder inhaltliche Fragen zur Ausgabe bitte an agdf@friedensdienst.de